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12 Performances (im Former Foto Museum, Rotterdam) à 10 bis 30 Minuten
für 1 bis max. 15 Zuschauer

Konzept und Performance: Aline Keller
Dramaturgische Assistenz: Julia Stüssi

Die Performances liefen über 4 Tage zu festgesetzen Zeiten. Die Zuschauer konnten sich zum Beginn der Performance in einen Raum begeben, in dem die Performerin schon stand, danach wurde für die Dauer der Performance die Tür geschlossen.

          Zur Arbeit / Aus der Sicht der Performerin:
Ganz am Ende eines Ganges scheint ein Raum wie abgetrennt vom Rest des Gebäudes, man glaubt sich in der Schwebe, irgendwo. Durch die grossen Fenster an zwei Seiten des Raumes dringt sehr viel von der Aussenwelt ins Innere; das Stadtleben, aber auch das immerwährende Wechselspiel des Himmels.
          Im Fadenkreuz dieses konstanten atmosphärischen Spiels, dieser 'metereologischen' Veränderungen, liess ich mich als Performerin auf eine stark erhöhte Aufmerksamkeit ein. Ich beobachtete diese Aufmerksamkeit  in Bezug zu meiner Körperwahrnehmung und – mit der dazu benötigten Zeit – liess ich sie in die Tiefe verschiedener Elemente sinken, beobachte so zum Beispiel die farbigen Schatten an den Wänden, die Bäume hinter den Fenstern oder die Silhouetten der Zuschauer.
           Im Zentrum dieser Auseinandersetzung standen Fragen wie: Warum bleibe ich in einer bestimmten Konzentration oder warum falle ich heraus, wie verschiebe ich meine Aufmerksamkeit in einer sich konstant verändernden Umgebung? Meine Intention war nicht, diese Fragen zu beantworten, sondern die Rahmenbedingungen zu kreieren, die diese Fragen in Erscheinung treten lassen.

 

Zur Arbeit / Aus der Sicht von einigen Zuschauern:

“Manchmal schien es mir, als ob da ein innerer Dialog oder Agression gegen etwas wäre – als ob die Performerin an einem Limit oder einem Abgrund wäre, und das war auch gespiegelt in ihrem Körper, da war eine Art von Austesten dieses Limits (…) von einem konstanten Maximum an Spannung, einer gewissen Erfahrung des Seins. Ich weiss nicht, wo diese Limiten wirklich sind, aber ich fühlte, dass da eine gewisse Grenze war, an der sie dranblieb. Sie ging da nicht drüber, aber hielt eine konstante Spannung damit. Da war andauernd eine Stimmung, als ob etwas passieren würde. Da war immer diese Spannung, als ob etwas geschehen könnte, aber gleichzeitig geschah eben nichts.”

„Ich war Zeuge von etwas, das ich nicht teilen kann, und wahrscheinlich soll es auch gar nicht geteilt werden.“

“Ich habe immer wieder auf den Boden geschaut und in die Gesichter der anderen Zuschauer und der Performerin. Da war ganz viel Gesichtsausdruck. Aber fühlte ich mich ermutigt, da war irgendwie eine Aktion, dass ich den Raum selber erlebe, vielmehr als ihn durch sie zu erleben.”

Voriges / Nächstes (1 von 3)

Bild: Wartende Zuschauer vor der Tür, hinter der die Performance stattfand

Position

FIGURES

My gaze in my inner and outer body in the meteorology of the space

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